Markenkultivierung ganz individuell
In meinen ersten Lebensjahren wuchs ich als jüngstes Familienmitglied einer zehn- köpfigen Drei-Generationen-Gemeinschaft auf mit Feierabend-Elternanteil:
Tagsüber auf dem Bauernhof meiner Oma mit Streifzügen über Felder, durch Wiesen und Auen kam ich abends in den Genuss meiner heimkehrenden, karriereorientierten Eltern.
Als jüngstes Clan-Mitglied wird man entweder verwöhnt oder gnadenlos veräppelt.
Durch mein Leben in zwei sehr unterschiedlichen Kulturkreisen im 12 Stunden-Rhythmus und die vielen Einflüsse, begriff ich bereits als Kind, dass Sprache und Kommunikation benutzt werden, um Macht auszuüben, dass man sich mit Worten aber auch in starken Eigenschaften abgrenzen und selbst behaupten kann.
Wer von uns kennt nicht Bemerkungen wie „Eigenlob stinkt“ oder „ Hochmut kommt vor dem Fall“, wenn wir auf eine Leistung oder ein Ereignis besonders stolz waren?
Sich einer Sache ganz sicher zu sein oder- mehr noch- nicht davon abzulassen, wurde mir oft als Egoismus bzw. Eigensinn und Sturheit nachgesagt.
In den 70ern habe ich im Schulfach Ethik erst einmal begriffen, dass sich Egoismus als den Teil von uns begreift, der sich des eigenen „Ich“ bewusst ist.
Ein Herr Irenäus Eibl-Eibesfeldt klärte mich und meine Klassenkameradinnen in den Lehrbüchern auf, dass Egoismus nichts weiter ist, als die vom „Über-Ich“ abgesonderte Individualität.
Was also war so schlimm an Eigenlob, Hochmut und Egoismus?
Weitere Feld-Forschungen meiner Freundinnen und mir ergaben über die Jahre bis zum Abi im täglichen Umgang miteinander, dass da wohl zwei Arten von Egoismus im Umlauf waren:
1. Die innere Ego-Zicke, die immer gegen alles ist, manchmal aggressiv und übermäßig redselig, ichbezogen und ohne Grund überheblich von jetzt auf gleich.
2. Das andere Ego, das sich stets weiterentwickelte im Umgang untereinander, durch Erfahrung lernte, diese offenen Herzens weitergab und willens war, anderen bei nächtlichen Ausflügen bei Klassenfahrten zu helfen, selbst auf das Risiko hin, dabei selbst in Unannehmlichkeiten oder Schwierigkeiten zu geraten.
DNA des starken ICH
Wenn ich heute über eingebildete, egoistische Menschen nachdenke, fällt mir auf, dass Egoismus die Quelle für soziale Unstimmigkeiten in beruflichen und privaten Beziehungen ist. Und dass sich Egoismus über die Jahre in seiner DNA verändert hat. Ein starkes ICH spiegelt sich weniger durch Angeberei, gespielte 90er Coolness und eifriges Titelsammeln wieder, sondern eher durch die eigene Persönlichkeit, die sich nicht hinter Kompetenzgehabe verstecken muss.
Unsere High Tech Welt hat durch das Social Web nicht nur unser Kommunikationsverhalten stark beeinflusst, vielmehr funktioniert in unserem Miteinander in Netzwerken weder Prahlerei noch Aggressivität.
Die Zeiten sind unsicher und „dicke Hose“ wirkt sich eher kontraproduktiv auf das Miteinander aus. Egoismus in seinen negativen Eigenschaften entlarvt sich früher oder später selbst.
Das Social Web in Verbindung mit der „Marke Ich“ birgt vielmehr die Chance, seine eigenen Stärken und Fähigkeiten neu zu entdecken und unser Miteinander zu beflügeln.
Der Weg ist das Ziel
Die Voraussetzungen, Visionen wahr werden zu lassen und Präsenz zu leben, sind so gut wie nie.
Unternehmen, die ihre Kunden aktiv in einen Dialog einbinden und sich ihrer Markenkraft bewusst sind, dabei lernen, flexibel auf Kundenwünsche zu reagieren und die eigene Art zum Erlebnis für alle Beteiligten zu machen, wird auch zukünftig Geschäftspartner binden, die ihre Freude am Unternehmen behalten und nicht abwandern.
Die KMUs, Mittelständische und Kleinunternehmen sind der starke Boden unserer Wirtschaft.
Jetzt ist der beste Zeitpunkt, Ihre persönliche ICH-Stärke mit dem Markenaufbau Ihres Unternehmens in den Kommunikationsprozess zu Ihren Kunden miteinfliessen zu lassen durch eine Strategie, mit Ihren persönlichen Sinnen, Ihrer Unternehmerkraft und der Nutzenorientierung HIN ZU Ihren Kunden.


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